Der Ruf der Hyänen

Der Ruf der Hyänen

der Weg ist das Zie

Es ist sechs Uhr früh, dunkle Wolken verdecken den Himmel und ein frischer Wind weht durchs Camp. Es sieht nach Regen aus, dennoch beschliessen wir, uns auf den Weg zu machen.

It doesn’t take long until we encounter a herd of giraffes. We approach them quietly. Naturally, the giraffes spotted us first, and after critical consideration, they seem to have decided that we pose them no danger. They allow us to join them for a while. Aside from the usual morning chatter of the birds, all is quiet. Suddenly the tranquility is shattered by the howl of a hyena and loud alarm calls from a troupe of baboons. Could it be that a leopard is on the prowl?

Die Geräusche kommen aus einem Wald auf der anderen Seite eines breiten Kanals. Während dieser Jahreszeit ist der Wasserstand relativ hoch. Wir beschliessen den Kanal in einem Bogen entlang eines Waldstreifens zu umgehen. Das erscheint uns sicherer zu sein, auch wenn es gilt, keine Zeit zu verlieren. Noch hören wir die Rufe der Paviane sind in regelmässigen Abständen.

Bald liegt der Waldstreifen hinter uns, doch auch von dieser Seite versperrt uns Wasser den Zugang. Wie weiter? Die Verlockung ist zu gross, die Schuhe bereits nass und solange das Wasser nicht zu tief wird, sollte die Überquerung des Kanals zu schaffen sein. Der beste, wenn auch nicht kürzeste Weg, führt von Insel zu Insel. Anfänglich kommen wir ganz gut voran. Doch schnell wird das Terrain schwieriger. Wir waten nun kniehoch durchs Wasser, der Untergrund ist zum Teil schlammig und rutschig, das Gras nimmt uns die Sicht … wäre unser Hals doch so lang wie der einer Giraffe. Die Schuhe fühlen sich schwer an, sie haben Wasser, Schlamm und feinen Sand aufgesogen, das Gehen wird mühsamer. Doch die Alarmrufe reissen nicht ab und motivieren uns zum Weitergehen.

Nun fängt es auch noch an zu nieseln. Hoffentlich wird es nicht schlimmer, sonst wird es zu einem Problem für die Kamera. Nach etwa einer halben Stunde haben wir es endlich geschafft. Wir fühlen wieder festen Boden unter unseren Füssen. Es ist nicht mehr weit bis zum Waldstreifen, aus dem die Geräusche kamen. Doch jetzt sind die Paviane verstummt und wir sind von Stille umgeben.

Wir werden wohl keinen Leoparden mehr sehen. Heute Morgen war der Weg das Ziel. Eine weitere Stunde und etliche Wasserpassagen später überrascht uns das Team des Camps mit einem Busch-Lunch. Das Essen brutzelt auf dem Feuer und duftet vielversprechend. Erst jetzt merken wir, wie hungrig wir sind. Kein 5-Sterne-Menu könnte besser schmecken.

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